Geschichte des Ortsvereins Bierbach

     Kurt Weber - Legende der Bierbacher SPD

 

Die Anfänge 

 

Der Ortsverein Bierbach der Sozialdemokratischen Partei wurde bereits kurz nach Beendigung des ersten Weltkrieges gegründet. Aufgrund lückenhafter Aufzeichnungen aus der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg ist kein genaues Gründungsdatum überliefert. Sicher ist, dass die Gründung 1920/21 erfolgte.

Die rasch fortschreitende Industrialisierung im Lande und die dadurch verursachten Probleme im sozialen Bereich gaben den Anstoß, insbesondere in den Reihen der Industriearbeiter, sich der Sozialdemokratischen Partei anzuschließen.  Dabei war man jedoch nicht nur in der politischen Arbeit, sondern auch auf kultureller und sportlicher Ebene aktiv. Bis zur Rückgliederung des Saarlandes im Jahr 1935 fungierten Männer wie Friedrich Regitz, Erhard Moser und Karl Blees als Vorsitzende des Ortsvereins.

Im Dritten Reich war die Sozialdemokratische Partei, wie alle übrigen demokratischen Parteien, verboten. Jegliche politische Tätigkeit der Sozialdemokratischen Partei wurde mit Gewalt im Keim erstickt.

 

Nach dem zweiten Weltkrieg bis zur Gemeindegebietsreform

 

Ein Jahr nach Beendigung des zweiten Weltkrieges, im Jahr 1946, wurde der Ortsverein Bierbach als Organisation der Sozialdemokratischen Partei des Saarlandes erneut ins Leben gerufen.

Vorsitzender war Alois Matheis, der 1934/35 und von 1945 bis zu seinem Tod im September 1967 als Bürgermeister der Gemeinde Bierbach amtierte. 

Bei der ersten freien Kommunalwahl nach Kriegsende in Bierbach im September 1946 erhielt die Sozialdemokratische Partei 6 von 12 Mandaten und wurde stärkste Partei im Gemeinderat. Bei der Wahl am 04.12.1960 erzielte die Soziademokratische Partei die absolute Mehrheit im Gemeinderat. Sie errang 8 von 15 Mandaten. Bürgermeister Alois Matheis wurde zudem zum 2. Kreisbeigeordneten des Kreises St. Ingbert gewählt.

Im August 1967 wurde Alois Matheis Ehrenbürger der Gemeinde Bierbach. 1974 wurde die Straße "Im Heinzental" zu seinen Ehren in "Alois-Matheis-Straße" umbenannt.

Nach dem Ableben von Alois Matheis im September 1967 übernahm Karl Blees den Vorsitz des Ortsvereins.

Im Oktober 1968 zog der SPD-Ortsverein erstmals mit Kurt Weber als Spitzenkandidat in die Gemeinderatswahl. Auch hier erhielt die SPD die absolute Mehrheit. Kurt Weber wurde im November 1968 zum Bürgermeister der Gemeinde Bierbach gewählt. Auch der erste Beigeordnete, Paul Brönhorst, kam aus den Reihen der Bierbacher Sozialdemokraten.

Durch die Gebiets- und Verwaltungsreform verlor die Gemeinde Bierbach am 01.01.1974 ihre Selbständigkeit und wurde der Stadt Blieskastel zugeordnet.

 

Seit der kommunalen Neugliederung 1974 bis heute

 

Seit dem 01.01.1974 ist Bierbach einer von insgesamt 15 Stadtteilen der Stadt Blieskastel. Statt des Bürgermeisters wird seitdem ein Ortsvorsteher gewählt. Anstelle des Gemeinderates sind Mitglieder des Stadtrates sowie ein Ortsrat zu wählen.

Im Ortsrat des Stadtteils Bierbach erhielt die SPD bei der Kommunalwahl 1974  6 von 11 Sitzen, Karl Blees wurde zum Ortsvorsteher gewählt. Zudem erhielten zwei Kandidaten des Bierbacher Ortsvereins der SPD, Karl Blees und Kurt Weber, ein Mandat im Stadtrat.

Mit der kommunalen Neugliederung kamen zusätzliche Aufgaben auf den Ortsverein zu. Vertreter werden seitdem in den neu gegründeten Unterbezirk Saarpfalz wie auch in den Stadtverband Blieskastel entsandt.

Im Jahr 1976 übernahm Kurt Becker den Vorsitz des Ortsvereins. 1977 starb Karl Blees. Zu seinem Nachfolger als Ortsvorsteher wurde Rudi Dincher gewählt. Das Stadtratsmandat ging auf Alois Friedrich über.

Im Januar 1978 übernahm Kurt Weber den Vorsitz des Ortsvereins.

Auch bei allen folgenden Kommunalwahlen von 1979 bis 1994 konnte die Sozialdemokratische Partei im Stadtteil Bierbach unter Führung Kurt Webers stets die absolute Mehrheit behaupten.

1979 wurde Rudi Dincher zum Ortsvorsteher und Wolfgang Westphal zum stellvertretenden Ortsvorsteher gewählt.

Kurt Weber war von 1980 bis 1984 Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion und von 1984 bis 1994 erster Beigeordneter der Stadt Blieskastel. Zudem übernahm er 1984 von Rudi Dincher das Amt des Ortsvorstehers, das er ebenfalls bis 1994 ausübte.

Wolfgang Westphal und Richard Latz folgten in der Wahlperiode von 1994 bis 1999 als Ortsvorsteher auf Kurt Weber, der noch bis 1997 den Vorsitz des Ortsvereins innehatte. Nachfolger wurde Günter Bauer, der bis heute als Vorsitzender des Ortsvereins amtiert.

Nachdem der Ortsverein der Sozialdemokratischen Partei alle Kommunalwahlen in Bierbach seit 1946 gewonnen hatte und damit über einen Zeitraum von insgesamt 53 Jahren stärkste politische Kraft in Bierbach geblieben war, ging die absolute Mehrheit bei den Kommunalwahlen 1999 verloren. Die SPD war mit 5 Mitgliedern im Ortsrat vertreten.

Der Tiefpunkt folgte 2004, als bei der Kommunalwahl das schlechteste Ergebnis überhaupt erzielt wurde und nur noch 3 der 11 Ortsratssitze an die SPD gingen.

Der Abwärtstrend konnte bei der Kommunalwahl 2009 glücklicherweise gestoppt werden, als ein Stimmenzuwachs bei der Wahl zum Stadtrat wie auch bei der Ortsratswahl zu verzeichnen war und zwei Ortsratsmandate zurückgewonnen werden konnten. Im aktuellen Ortsrat ist die SPD Bierbach jetzt wieder mit 5 Mitgliedern vertreten.

Am 17.08. 2012 verstarb, 86-jährig, unser Ehrenvorsitzender Kurt Weber. Der SPD-Ortsverein Bierbach wird ihn für alle Zeit mit Stolz in Erinnerung bewahren.

Heute ist der Ortsverein Bierbach gemessen an seinem Mitgliederstand der drittgrößte von 13 Ortsvereinen im Stadtverband Blieskastel.

 

Liste der Ortsvereinsvorsitzenden:

 

1920/21 - 1935   Friedrich Regitz, Erhard Moser, Karl Blees

1946 - 1967        Alois Matheis

1967 - 1976        Karl Blees

1976 - 1978        Kurt Becker

1978 - 1997        Kurt Weber

1997 - heute      Günter Bauer

Login Intranet
Termine
Pressemitteilungen

Schwusos Saar warnen vor Roll-Back

Anlässlich des Internationalen Tags gegen Homo- und Transphobie am 17. Mai...

BERG: „Das Saarland ist ein Familienland“

Petra Berg zum morgigen „Tag der Familie“.

Zum morgigen „Tag der Familie“ erklärt die Generalsekretärin der SPD Saar,...

Berg: „Saarlandtrend zeigt: Anke Rehlinger ist klare Alternative als starke Regierungschefin“

SPD-Generalsekretärin Petra Berg: „Bei den Menschen vor Ort und die Probleme...

Newsarchiv
Magazin

Anke Rehlinger einstimmig zur Spitzenkandidatin der SPD Saar nominiert

Anke Rehlinger zur Spitzenkandidatin der SPD Saar nominiert.

Auf der Saarlandklausur der SPD Saar und der saarländischen...

Positionspapier: "Gutes Leben im Saarland: Neue Chancen für Kinder."

Die Saarlandklausur von SPD und saarländischer SPD-Landtagsfraktion beschließen...

Positionspapier: "Gemeinsam für Toleranz und Freiheit"

"Meine Stimme für Vernunft"

Die Saarlandklausur von SPD und saarländischer SPD-Landtagsfraktion beschließen...

MaasBLOG facebook flickr YouTube twitter wer kennt wen